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AKWM - Vorträge | Printed: 20.11.2008


Content
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Kurzbeschreibungen zu den Vorträgen beim WM-Symposium 2005

 
Begrüßung
 Grundlagen des WM für Organisationen
 Flexible Prozessbearbeitung
 Enterprise Knowledge Infrastructure
 Wissensmanagement im Dialog - ein Werkstattbericht
 Wissensorientierte Unternehmensführung mit PAMELA
 WM in der Praxis: ontologiebasierte Konzeption bei der Telekom
 "Verborgene Schätze heben" - Wissensbilanzierung



Begrüßung
09:00 Uhr - Goethe-Saal

Passbild von Prof. Erich Riess
Prof. Erich Riess
Berufsakademie Karlsruhe
FB Wirtschaft







more information...  "Der AKWM und sein Symposium", pdf-Datei, 133 kB
Begrüßung durch Hn. Prof. Riess zum Symposium 2005.



Grundlagen des Wissensmanagements für Organisationen
Organisationales Lernen und die Idee der intelligenten Organisation
09:15 Uhr - Goehte-Saal


Passbild von Prof. Dr. Helmut Willke
Prof. Dr. Helmut Willke
Universität Bielefeld
Fakultät für Soziologie



Die zentrale Fragestellung dieses Textes ergibt sich aus den beiden Kernpunkten für das Verständnis des organisationalen Lernens:

  • Die Unterscheidung von Daten, Information, Wissen und Expertise
  • Die Unterscheidung zwischen Wissen der Person und Wissen der Organisation.

Nur ein adäquates Verständnis dieser beiden Fragen öffnet den Zugang dafür, die Schwierigkeiten, aber auch die Chancen und Möglichkeiten organisationalen Lernens zu verstehen und für eine veränderte Praxis der Organisation zu nutzen.

Große Verwirrungen entstehen alleine dadurch, dass normalerweise von Wissenstransfer, Wissensaustausch, Dokumentation von Wissen, gespeichertem Wissen und Wissensgenerierung die Rede ist, wenn nicht Wissen, sondern Daten gemeint sind. Wissen wird definiert als der Einbau von Informationen (relevante Unterscheidungen) in einen Erfahrungskontext oder in einen Praxiszusammenhang. Damit ist kommunikative Praxis die entscheidende Voraussetzung für Generierung, Verteilung und Revision von Wissen.

Besonderen Wert legt der Vortrag darauf, die Unterscheidung von personalem und organisationalem Wissen – dem Wissen von Personen und dem Wissen von Organisationen – zu entwickeln und plausibel zu machen. Die heute mögliche Form von organisationalem Lernen ergibt sich erst, wenn beide Seiten, Personen und Organisationen, in komplementärer Weise Wissen generieren, nutzen und wechselseitig ihr Wissenspotential sich zur Verfügung stellen. Frühe Überlegungen zum Problem organisationaler Intelligenz sprechen von einer intelligenten Organisation dann, wenn deren Mitglieder wissensbasiert arbeiten, also Professionelle oder Experten sind, und wenn sie sich gegenseitig in ihrer Arbeit nicht allzu drastisch behindern.

Demgegenüber lässt sich heute sehen, dass die eigentliche Schwierig­keit des Aufbaus organisationaler Intelligenz als Rahmen für organisationales Lernen darin besteht, eigenständige Expertise in die transpersonalen Kommunikationsmuster der Organisation einzubauen. Die drei wichtigsten dieser Kommunikationsmuster sind (1) Strukturen, (2) Prozesse und (3) Regelsysteme. Nur wenn eine Organisation in diesem Komponenten selbst "intelligent" wird, das heißt wenn in diese Elemente Lernfähigkeit eingebaut ist, kann sie den Anforderungen der Wissensökonomie und der Wissensgesellschaft genügen.


more information...  "Grundlagen des WM für Organisationen", pdf-Datei, 231 kB
Vortrag, gehalten von Hn. Prof. Willke während des Symposiums 2005.
more information...  Zur Vita des Referenten




Flexible Prozessbearbeitung durch prozessorientiertes Wissensmanagement
10:45 Uhr - Goethe-Saal

Passbild von Prof. Dr. Knut Hinkelmann

Prof. Dr. Knut Hinkelmann
FH Solothurn, Schweiz
FB Wirtschaftsinformatik




Bei der Prozessbearbeitung unterscheidet man zwischen Prozesswissen und Funktionswissen. Prozesswissen ist das Wissen über den Prozess, d.h. der Prozessablauf, die Rollen der Bearbeiter und die Ressourcen. Funktionswissen ist Wissen, das während der Prozessbearbeitung – also in den Funktionen – benötigt wird. Dazu gehören insbesondere spezifisches Fachwissen, spezielle Fähigkeiten und Erfahrungen. In der Vergangenheit gab es eine Art „Aufgaben­teilung“: Prozesswissen war Gegenstand des Geschäfts­prozess-Management zur Optimierung, Qualitätssicherung und Automation von strukturierten Prozesse. Wissensmanagement dagegen beschäftigt sich primär mit Funktionswissen im Rahmen schwach strukturierter, wissensintensiver Prozesse und Projekte, die sich durch Innovation, Komplexität, hohe Variabilität, unvorhergesehene Ereignisse und Ausnahmensituationen kennzeichnen, auf die zur Ausführungszeit flexibel reagiert werden muss, was entsprechendes Wissen voraussetzt.

In diesem Vortrag wird aufgezeigt, dass es ein Kontinuum zwischen stark- und schwach strukturierten Prozessen gibt. Auch in strukturierten Prozessen gibt es Anteile von wissensintensiven Aktivitäten; in wissensintensiven Prozessen fallen auch Routineaufgabe an. Hinzu kommt, dass gerade für wissensintensive Aufgaben die Trennung von Prozess- und Funktionswissen problematisch ist, da die effiziente Prozessbearbeitung und damit der Prozessablauf von komplexen Entscheidungen und damit von Funktionswissen abhängen kann.

Es wird ein Konzept zur Modellierung von Prozessen vorgestellt, das Prozess- und Funktionswissen kombiniert: Statische Anteile eines Prozesses werden durch Prozessmodelle beschrieben. Funktions­wissen – sei es implizites Wissen der Mitarbeiter, explizites Wissen aus Informationssystemen oder formales, ausführbares Wissen (z.B. Business Rules) – wird geeignet mit den Prozessen verknüpft und beeinflusst die Prozessbearbeitung.



more information...  "Flexible Prozessbearbeitung durch prozessorientiertes Wissensmanagement", pdf-Datei, 1,4 MB
Vortrag, gehalten von Hn. Prof. Hinkelmann beim Symposium 2005.
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Enterprise Knowledge Infrastructure
16:00 Uhr - Goethe-Saal

Passbild von Prof. Dr. Ronald Maier
Prof. Dr. Ronald Maier
Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg
FB Wirtschaftsinformatik


Das Ziel des Einsatzes von Wissens­managementsystemen ist die sub­stantielle Steigerung der Produktivität von Wissensarbeit. Viele Anbieter geben ihren Produkten das Attribut "Wissens­manage­mentsystem" und eine Vielzahl von Unternehmen führten in den letzten Jahren Werkzeuge und Systeme unter dieser Überschrift ein. Die sehr breite Verwendung des Begriffs wird teilweise kritisiert und eine klare Abgrenzung zu "herkömmlichen" Systemen wie Groupware, Dokumenten Management- und Content Management-Systemen gefordert. Skeptiker merken an, Wissensmanage­mentsysteme seien bislang den Nachweis ihres Beitrages zum Erfolg von Unternehmen schuldig geblieben. Eine Abgrenzung ist jedoch möglich und die Unterstützung von Wissensarbeit bleibt aufgrund des großen Erfolgspotenzials nach wie vor ein hochaktuelles Thema.

Der Vortrag greift dieses Thema auf, charakterisiert diese Systeme und diskutiert die Herausforderungen ihrer Gestaltung. Der Vortrag entwickelt die Vision und Ansatzpunkte für die Verwirklichung einer unternehmensweiten Wissensinfrastruktur (Enterprise Knowledge Infrastructure). Diese wird anhand einer Architektur und der ange­botenen Dienste konkretisiert. In diesem Rahmen werden praktische Hinweise für technologische Entwicklungen gegeben, durch deren Kombination sich solche Infrastrukturen gestalten lassen.

more information...  "Enterprise Knowledge Infrastructure", pdf-Datei, 9,1 MB
Vortrag, gehalten von Hn. Prof. Maier während des Symposiums 2005.
more information...  Zur Vita des Referenten




Wissensmanagement im Dialog
Ein Werkstattbericht von DaimlerChrysler

13:45 Uhr - Goethe-Saal

Passbild von Florian Goerges

Sigrid Kost-Vöhringer
DaimlerChrysler AG
Stuttgart



Im Bildungsbereich der DaimlerChrysler in der Zentrale in Stuttgart wurde vor drei Jahren ein dialogorientierter Wissensmanagement-Ansatz entwickelt, der sich als Grundlage für verschiedene WM-Aktivitäten und -Angebote etabliert hat. Die Führungskräfte und Mitarbeiter des Bildungsbereichs sind nicht nur Nutzer dieser Angebote, sie sind selbst für deren Verbesserung sowie für die Entwicklung neuer WM-Maßnahmen mitverantwortlich. Durch dieses dynamische Zusammenwirken aller entstehen bedarfsorientierte Angebote, deren Nutzen permanent erlebbar und sichtbar werden.

Der Werkstattbericht bietet Ihnen einen Einblick in die dialogorientierten Umsetzungsmaßnahmen und in die konkreten Wissensmanagement-Aktivitäten im Bildungsbereich. Schwerpunkt des Vortrags sind Aktivitäten, die darauf abzielen, den Wissensaustausch unter den Mitarbeitern und Führungskräften durch direkte Kommunikation zu fördern.


more information...  "Wissensmanagement im Dialog", pdf-Datei, 83 kB
Vortrag, gehalten von Fr. Kost-Vöhringer beim Symposium 2005.
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Wissensorientierte Unternehmensführung und -steuerung
mit dem Management-Expertensystem PAMELA

14:45 Uhr - Goethe-Saal

Passbild von Dipl. oec. Rainer Weichbrodt

Dipl. oec. Rainer Weichbrodt
Wissensmanager des Jahres 2003
Geschäftsführer H. Brühne Baustoff und Transport GmbH &Co. KG
bruehne gruppe Dortmund



Eine Studie von Arthur Andersen besagt, dass der Handelsbilanz weniger als 15% Aussagekraft für die Bestimmung des Martkwertes eines Unternehmens beigemessen wird. Damit liegen heute also mehr als 85% der werttreibenden Erfolgsfaktoren außerhalb des klassischen Reportingsystems, das sich mit der Messung der meist monetären Erfolgskriterien auseinandersetzt.

Diese tradierten Reportingsysteme sind kaum mehr aussagefähig, wenn es um die Früherkennung von Chancen und Risiken geht. Neben den tradierten Kennzahlen werden neue benötigt, über die die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens gesteuert werden kann. Mit dem lern- und wissensorientierten Management-Expertensysstem PAMELA® konnte die brühne gruppe aus Dortmund ihre prämierte Wissens-Community erweitern und ein Instrument zur Steuerung von Wissenskapital nun ein Jahr lang in der Praxis testen.

more information...  "Wissensorientierte Unternehmensführung und -steuerung", pdf-Datei, 1,2 MB
Vortrag, gehalten von Hn. Weichbrodt beim Symposium 2005.
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Wissensmanagement in der Praxis:
ontologiebasierte Konzeption und Umsetzung in der Deutschen Telekom

13:45 Uhr - Schiller-Saal


Martin Baumgärtel
T-Systems
Deutsche Telekom Network Project & Services GmbH
Wissensmanagement & Betreuung Ing. Büros

Im ersten Halbjahr 2005 wurde ein Wissensmanagement in der Deutschen Telekom Network Projects & Services eingeführt, welches bei der Konzeption des technischen Anteils wesentlich auf Ontologien beruht. Zur Suche nach Wissen bzw. Navigation auf Wissensbeständen wird eine Fachontologie herangezogen, welche unter Mitwirkung von Experten der Geschäftsbereiche erstellt worden ist und durch regionale Wissensmanager in den Niederlassungen des Unternehmens fortlaufend gepflegt wird. Komplettiert wird diese Methodik dadurch, dass auch klassische Suchverfahren (Volltextindexierung, Feldsuche auf Metadaten) auf dem Wissensmanagementportal angeboten werden. Neben den durch die Nutzung des Suchportals entstehenden Mehrwerten durch direkte Wissenszugewinne bietet das Wissensmanagement in der Network Projects & Services weitere technische Unterstützung bei der Etablierung von Communities of Practice.

Derzeit entsteht über der Fachontologie die nächste Schicht bei der Verfügbarmachung von Wissensressourcen: da im Zweifel nur der Fachexperte weiterhilft, werden auch die Experten des Unternehmens über das Suchportal auffindbar sein. Dieser Schritt illustriert erneut, dass sich Wissensmanagement-Initiativen auf das gesamte Unternehmen beziehen, da er ohne Mitarbeitmotivation und Beteiligung des Betriebsrates nicht vollzogen werden kann.


more information...  "Wissensmanagement in der Praxis:
ontologiebasierte Konzeption und Umsetzung in der Deutschen Telekom"
, pdf-Datei, 10,4 MB
Vortrag, gehalten von Hn. Baumgärtel beim Symposium 2005.
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"Verborgene Schätze heben"
Die Wissensbilanzierung als neuartiges Berichtssystem für den Mittelstand

14:45 Uhr - Schiller-Saal

Passbild von Claus Nagel

Dipl.-Kfm. Claus Nagel
Geschäftsführer
EBIS GmbH, Hof



Der Produktfaktor „Wissen“ gewinnt als Wettbewerbselement gerade in lohn­intensiven Ländern wie Deutschland zunehmend an Bedeutung. Bisherige Berichts- und Bewertungssysteme berück­sichtigen diesen Erfolgsfaktor jedoch nur unzureichend und liefern kaum fundierte Aussagen über den eigentlichen Wert dieses Produktionsfaktors. Durch die Wissens­bilanzierung und die anschlie­ßende Bewertung der unterneh­mensrelevanten Wissens­potenziale nach der KAM.sys-Methode können die oftmals verborgenen Vermögenswerte für unterschiedliche Interessengruppen sichtbar gemacht werden. Besonders für mittelständische Unternehmen aller Branchen, die eine wertorientierte und damit längerfristige Unternehmensentwicklung anstreben, liefert die KAM.sys-Methode notwendige Handlungs­empfehlungen. In seinem Vortrag wird Herr Nagel die Vorgehensweise der Wissensbilanzierung und –bewertung an entsprechenden Praxisbeispielen anschaulich dar­stellen. Im Besonderen wird dabei die Neuartigkeit und der damit verbundene Nutzen der Wissensbilanz als Berichtsystem für mittelständische Unternehmen erklärt.



more information...  "Verborgene Schätze heben", pdf-Datei, 993 kB
Vortrag, gehalten von Hn. Nagel beim Symposium 2005.
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