Nachbericht
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Die Zusammenfassung zum Symposium von
Gabriele Vollmar Wissen+Kommunikation, Reutlingen
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Am 11. Oktober trafen sich in Karlsruhe Vertreter der Wissensmanagement-Community zum Symposium des dortigen Arbeitskreises Wissensmanagement; wie bereits im letzten Jahr gemeinsam veranstaltet mit der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. (GfWM). Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem zum dritten Mal der Deutsche Nachwuchspreis Wissensmanagement für eine herausragende Diplomarbeit verliehen: Über ein Preisgeld in Höhe von 1.000 €, gestiftet von der Ontoprise GmbH, konnte sich in diesem Jahr Alexander Richter von der Universität Augsburg für seine Arbeit zur Integration von Wissensmanagement in Arbeitsprozesse freuen.
Die Veranstalter hatten den 150 Teilnehmern eine überraschende Frage mit auf den Weg gegeben: „Nicht-Wissen als Erfolgsfaktor?“. Damit wolle man, so die Veranstalter, daran erinnern, dass, wer sich auf das Wissen einlasse, auch den Zweifel akzeptieren müsse. Vorträge und Workshops mit provokanten Thesen sollten zum Nachdenken und Diskutieren anregen darüber, ob und wie mit Erfahrung umzugehen sei.
Entsprechend breit und teilweise überraschend war denn auch das Angebot an Referaten: So fragte beispielsweise Prof. Dr. Martin Schütte vom Human Capital Club gleich zu Beginn: „Brauchen wir noch Erfahrung?“ und Prof. Klaus North stellte anschließend fest, dass die von Peter Drucker bereits vor 20 Jahren gestellte Forderung, die Produktivität von Wissensarbeit zu steigern, immer noch ignoriert werde. Am Nachmittag mussten die Teilnehmer sich dann zwischen zwei parallelen Foren entscheiden: In Forum A wurden Erfahrungen im Einsatz von Wissensmanagement bei ThyssenKrupp dargestellt und anschließend Einsatzszenarien von Social Network Analysis. In Forum B stellte derweil die GfWM die Version 1.0 ihres Wissensmanagement-Modells zur Diskussion (was dann auch angeregt und kontrovers geschah), bevor es im zweiten Vortrag um die Version 2.0 der Wissensbilanzen bei der Reinisch AG und der EnBW AG ging.
Mit dem Abschlussvortrag schließlich warf Prof. Dr. Hermann Maurer von der TU Graz unter dem Titel „Die Gefahr des Google Phänomens und anderer Web 2.0 Entwicklungen“ einen ungewohnt kritischen Blick auf ein aktuelles Hype-Thema.
Diskussionen anregen – dies war das Ziel der Veranstalter. Und wie gut es ihnen auch bei der fünften Auflage des Symposiums gelungen ist, ließ sich daran ablesen, wie schwierig es sich gestaltete, die angeregt sich austauschenden Teilnehmer nach den Pausen wieder in die Vortragssäle zu locken.
Die Vorträge des 5. Karlrsuher Symposiums finden Sie unter
www.arbeitskreis-wissensmanagement.org/symposium
Weiterführende Links:
www.gfwm.de
Wissen + Kommunikation, Homepage von Gariele Vollmar