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AKWM - Vorträge | Printed: 07.01.2009


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Kurzbeschreibung (Abstracts) der Vorträge beim WM-Symposium 2008-

Kurzbeschreibung (Abstracts) der Vorträge beim WM-Symposium 2008

Wolfgang Epp:
Begrüßung im Siemens Industriepark Karlsruhe


Prof. Erich Riess:
Willkommen beim Wissensmanagement-Symposium 2008


Prof. Dr. Wim Veen:
Neue Lernkonzepte - Lernen in der Wissensgesellschaft.
Der "Homo Zappiens"


Prof. Dr. Gabi Reinmann:
Persönliches Wissensmanagement


Studer, Schmidt, Schnurr:
"Wissensmanagement 2.0 – die iRegion Karlsruhe positioniert sich"


Rainer Schütterle:
Nutzen der Wissensbilanz am Beispiel eines Profi-Fußballvereins (Karlsruher SC)


Max Völkel:
Persönliche Wissensmodelle mit semantischen Technologien


Eric Naß & Dr. Andreas Hauser:
Das relevante Wissen zum richtigen Zeitpunkt im Geschäftsprozess


Arno Dirlewanger:
Neuinszenierung des Denkens im Innovationsmanagement


Prof. Dr. Manfred Spitzer:
Wie lernt das Gehirn?




Begrüßung im Siemens Industriepark Karlsruhe
09:00 Uhr


Wolfgang Epp
Pressesprecher Siemens Industriepark Karlsruhe


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Vortrag "Begrüßung" von Wolfgang Epp *)
*)   Download des Vortrags für Teilnehmer (Nutzen Sie bitte Ihren myakwm-Zugang)





Willkommen beim Wissensmanagement-Symposium 2008
09:00 Uhr


Prof. Erich Riess
Berufsakademie Karlsruhe
1. Vorsitzender Arbeitskreis Wissensmanagement Karlsruhe e.V.


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Prof. Erich Riess, Link im AKWM-Web





Neue Lernkonzepte - Lernen in der Wissensgesellschaft. Der "Homo Zappiens"
09:30 Uhr


Prof. Dr. Wim Veen
TU Delft

Traditionelle Lernmethoden sind in einer Gesellschaft nicht mehr haltbar in der Wissen ein key asset von vernetzten Organisationen ist. Die Wissensgenerierung und dessen Teilung verlangt nach flexiblen Strategien für die berufliche Weiterbildung, in der das Lernen eine eingebettete und dauernde Teamtätigkeit ist, die arbeitsbasiert, vernetzt, informell, selbst steuernd und mit den Unternehmenszielen oder dem Kerngeschäft der Organisation ausgerichtet ist. Im Unternehmensbereich sind die Mitarbeiter das Sozialkapital des Geschäfts. Auch in den herkömmlichen Bildungseinrichtungen erfährt das Lehren und Lernen tiefgreifende Veränderungen. Die Methoden zur Wissensvermittlung werden ersetzt durch eine Mischungen von dezentralisierten, vernetzten und persönlichen Lernmethoden, die von den Schülern und Studenten verlangen aktive und produktive Lernende zu werden. Sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor scheint der Gebrauch von moderner Technologie ausschlaggebend für neue Wege des Lernens, der Wissensgenerierung und Teilung von Wissen zu sein.

Bezogen auf die oben erwähnten Veränderungen im Lernen, interessiert sich Wim Veen besonders für die Cyber-Kultur der Generation, die mit der modernen Technologie aufwächst. Er verwendet das Konzept von Homo Zappiens, einer Generation von Lernenden, die eine Welt ohne Internet nie gekannt hat. Diese Generation scheint eine Vielfalt von meta-kognitiven Kompetenzen zu entwickeln, die von traditionellen Lehrern und Managern wenig Beachtung finden. Es ist jetzt an der Zeit, von dieser Internet-Generation zu lernen, wie man den Vorteil von ICT nutzt, um das Lernen in einer vernetzten Gesellschaft zu ermöglichen.


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Prof. Dr. Wim Veen, Link zu seiner Webseite der TU Delft
Vortrag "Homo Zappiens" von Prof. Wim Veen *)
*)   Download des Vortrags für Teilnehmer (Nutzen Sie bitte Ihren myakwm-Zugang)
Weblog zum Vortrag; Kommentare willkommen!





Persönliches Wissensmanagement
11:00 Uhr


Prof. Dr. Gabi Reinmann
Universität Augsburg




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Prof. Dr. Gabi Reinmann, Link zu ihrer Webseite der Uni Augsburg
Vortrag "Persönliches Wissensmanagement" von Prof. Dr. Gabi Reinmann *)
*)   Download des Vortrags für Teilnehmer (Nutzen Sie bitte Ihren myakwm-Zugang)
Weblog zum Vortrag, Kommentare willkommen!




"Wissensmanagement 2.0 – die iRegion Karlsruhe positioniert sich"
13:45 Uhr


Prof. Dr. Rudi Studer
Universität Karlsruhe
Hans-Peter Schnurr
Geschäftsführer ontoprise GmbH Karlsruhe
Andreas Schmidt
Forschungszentrum Informatik Karlsruhe


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Prof. Dr. Rudi Studer, Link zu seiner Webseite der Uni Karlsruhe
Vortrag "iRegion" von Prof. Dr. Rudi Studer und Hans-Peter Schnurr *)
Vortrag "iRegion" von Andreas Schmidt *)
*)   Download des Vortrags für Teilnehmer (Nutzen Sie bitte Ihren myakwm-Zugang)
Weblog zum Vortrag; Kommentare willkommen!





Nutzen der Wissensbilanz am Beispiel eines Profi-Fußballvereins (Karlsruher SC)
15:00 Uhr


Rainer Schütterle
Vizepräsident des Karlsruher SC

Wissens- und Innovationsvorsprünge sowie ein effizienter Umgang mit Wissen sind heute die entscheidenden Wettbewerbsvorteile. Darüber hinaus ist die systematische Darstellung der unternehmensspezifischen Kernkompetenzen gegenüber Kunden und Kapitalgebern zu einem ausschlaggebenden Erfolgsfaktor geworden. Übliche Bilanzen und Controllinginstrumente reichen hierzu nicht aus, da das intellektuelle Kapital in ihnen meist unberücksichtigt bleibt. Die Wissensbilanz stellt eine Möglichkeit dar, diese immateriellen Ressourcen transparent zu machen und so die ‚weichen’ Erfolgsfaktoren zu bewerten und zu managen.

Die Wissensbilanz des Karlsruher Sport-Clubs stellt ein „Fitness-Check“ ganz besonderer Art dar. Als erster Profi-Fußballverein hat der KSC eine Wissensbilanz erstellt und zeigt wo seine Entwicklungspotenziale liegen. Sie offenbart die Stärken und legt die Schwächen offen – bietet somit die Chance, intensiv an letzteren zu arbeiten. Das Wissen um die Stärken wiederum erlaubt es, eine nachhaltig vertrauensvolle Beziehung zu Fans, Sponsoren und Spielern zu entwickeln, insbesondere im Wettbewerb mit finanzkräftigen Vereinen.


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Rainer Schütterle auf Wikipedia
Vortrag "KSC-Wissensbilanz" von R. Schütterle und P. Salziger *)
*)   Download des Vortrags für Teilnehmer (Nutzen Sie bitte Ihren myakwm-Zugang)
Weblog zum Vortrag; Kommentare willkommen!







Persönliche Wissensmodelle mit semantischen Technologien
13:45 Uhr


Max Völkel
Forschungszentrum Informatik Karlsruhe (FZI)

Seit einigen Jahren hat sich der Begriff Persönliches Wissensmanagement (PWM) etabliert. Bisher war Wissensmanagement auf die Verbesserung des Umgangs mit Wissen aus Sicht von Organisationen und Teams fokussiert. Persönliches Wissensmanagement hilft dem Individuum – dem einzelnen Wissensarbeiter – eigenes Wissen zu externalisieren, zu organisieren und besser nutzbar zu machen. Werkzeuge für persönliches Wissensmanagement sind z.B. Mind Maps, persönliche Wikis, Taskmanagement-Software aber auch Methoden wie "Getting Things Done".

In diesem Vortrag wird zunächst das Thema persönliches Wissensmanagement im Unterschied zu klassischem Wissensmanagement vorgestellt. Dabei werden die Kosten für Wissensartikulation, -strukturierung und -verwendung betrachtet. Als wesentliche Faktoren des PWM werden Granularität und Formalitätsgrad des artikulierten Wissens identifiziert.

Als Lösung wird ein semantisches Wissensmodell, die Conceptual Data Structures (CDS) eingeführt. CDS bestehen erstens aus einem generischen Datenmodell mit vier Bausteinen: Inhalt, Name, Relationstyp und Aussage. Zweitens wird als Verallgemeinerung der Datenmodelle von Mind Maps, Wikis, Dokumenten und Ontologien eine Relationshierarchie vorgestellt, welche es dem Anwender ermöglicht auch in großen Wissensbasen den Überblick zu behalten und assoziativ zu navigieren.




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Max Völkel, Link zu seiner Webseite im FZI
Vortrag "Persönliche Wissensmodelle" von Max Völkel *)
*)   Download des Vortrags für Teilnehmer (Nutzen Sie bitte Ihren myakwm-Zugang)
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Das relevante Wissen zum richtigen Zeitpunkt im Geschäftsprozess
15:00 Uhr


Eric Naß
RWTH Aachen

Dr. Andreas Hauser
Geschäftsführer der Ebcot Business Solutions GmbH

Schnelligkeit sowie eine hohe Produktqualität sind wesentliche Erfolgsfaktoren zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Insbesondere wissensintensive Unternehmen stehen hier vor großen Herausforderungen, da das Unternehmenswissen schnell wächst, häufig in unstrukturierter Form vorliegt und in verschiedenen Anwendungen gespeichert wird.

Dies führt dazu, dass die Mitarbeiter zu viel Zeit mit Informationsrecherchen bzw. mit der Suche nach Wissen verbringen. Heutzutage wird bis zu 20% der Arbeitszeit für die Wissens- und Informationsrecherche verwandt und führt hierbei oftmals nicht zum gewünschten Ergebnis. Neben der Vergeudung wertvoller Arbeitszeit, werden viele Entscheidungen auf der Basis ungenügender Informationen getroffen. Aufgrund der immer kürzer werdenden Innovationszyklen wird sich dieser Trend zukünftig weiter verstärken, da die Menge unternehmensrelevanter, unstrukturierter Informationen dramatisch zunimmt.

  • Die Mitarbeiter wissen nicht, wo sie relevante Informationen suchen können, da diese auf verschiedenen Anwendungen verteilt sind.
  • Anwender sind beim Stellen adäquater Suchanfragen in der Regel überfordert.
  • Die Suchergebnisse sind zu ungenau und es werden zu viele Ergebnisse angezeigt.
Das Prozessorientierte Wissensmanagement ist ein Konzept, das diesen Problemen mit einem aussichtsreichen Lösungsansatz begegnet:
  • Quellenunabhängiger und einheitlicher Zugriff auf Wissen und zwar direkt in den Geschäftsprozessen des Unternehmens.
  • Unterstützung der Mitarbeiter bei der intelligenten Suche und intelligenten Speicherung neuen Wissens
  • Automatische und bedarfsgerechte Bereitstellung von Wissen im Kontext der jeweils konkret durch den Mitarbeiter durchzuführenden Aktivität innerhalb einer Geschäftsprozesskette.


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Dr. Andreas Hauser
Vortrag "Das relevante Wissen" von Eric Naß und Andreas Hauser *)
*)   Download des Vortrags für Teilnehmer (Nutzen Sie bitte Ihren myakwm-Zugang)
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Neuinszenierung des Denkens im Innovationsmanagement
13:45 Uhr- 16:00 Uhr


Arno Dirlewanger
Kreativ- und Innovationstrainer

Innovationsmanagement wird heute in Unternehmen im Allgemeinen als notwendig angesehen. Da Innovation auch etwas mit Unsicherheit und Risiko zu tun hat, wird beim Innovations-Management die Betonung auf "Management" gelegt: d.h., es geht vor allem darum, diese Anteile "beherrschbar" und "sicher" zu machen mit formalisierten Ablauf- und Entscheidungsprozessen wie z.B. dem stage gate process oder Ideendatenbanken.

Inzwischen zeigt sich allerdings, dass gerade die allseits beliebten Instrumente der Innovation nicht förderlich, ja zum Teil kontraproduktiv sind.
Wird beim Innovations-Management dagegen der erste Teil des Wortes - "Innovation" - betont, bieten sich ganz andere Instrumente an, die den Fokus eher auf das Ermöglichen und Fördern von Innovation legen als auf "Managen".

Mit welchen Methoden, Prinzipien und Einstellungen Innovationsmanagement in Unternehmen anders inszeniert werden kann, soll in diesem Vortrag gezeigt werden. Es wird aus über 20jähriger praktischer Erfahrung im Innovationsmanagement berichtet.



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Arno Dirlewanger, Link zu seiner Webseite Dirlewanger-Idee
Aktiv-Vortrag "Innovationsmanagement" von Arno Dirlewanger *)
*)   Download des Vortrags für Teilnehmer (Nutzen Sie bitte Ihren myakwm-Zugang)
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Wie lernt das Gehirn?
16:30 Uhr


Prof. Dr. Manfred Spitzer
Universität Ulm

Die Gehirnforschung hat in den letzten zwei Jahrzehnten deutliche Fortschritte gemacht. Die wichtigsten Konsequenzen für das Lernen werden in diesem Vortrag erklärt.

Das Gehirn ist nicht gebaut für das Lernen von Einzelheiten, sondern um die Regeln hinter den Einzelheiten zu lernen. Das gilt für das Laufen lernen des Babys ebenso wie für das Bruchrechnen oder das Versenden von SMS. Prof. Spitzer: "Das Gehirn lernt immer, aber nicht unbedingt das, was der Lehrer will ... Es liegt deshalb an uns, darauf zu achten, dass Kinder den richtigen Input bekommen." Falscher und höchst bedenklicher Input sind die Gewalttaten im Fernsehen. Mit 18 haben Jugendliche im Schnitt 200.000 Gewalttaten gesehen.

Während das Erlernen von Regeln auf Wiederholungen und Üben angewiesen ist, gehen emotionale Lernprozesse ganz schnell. Bei Gefahr programmiert der Mandelkern den Körper für Flucht oder Kampf. Das war für das Überleben im Verlauf der Evolution entscheidend, heute ist es eine Ursache für die zahlreichen Angststörungen.

Das Glückszentrum im Gehirn wird aktiv, wenn unvorhergesehener Weise Dinge passieren, die besser sind als erwartet. Das Gehirn ist deshalb nicht gebaut zum Glücklichsein. Prof. Spitzer: "Wir haben das Glückssystem zum Lernen. Weil wir lernende Wesen sind, deswegen sind wir auch glückliche Wesen."


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Prof. Dr. Manfred Spitzer in Wikipedia
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