
| Wolfgang Epp Pressesprecher Siemens Industriepark Karlsruhe |
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Prof. Erich Riess Berufsakademie Karlsruhe 1. Vorsitzender Arbeitskreis Wissensmanagement Karlsruhe e.V. |
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Prof. Dr. Wim Veen TU Delft |
Traditionelle Lernmethoden sind in einer Gesellschaft nicht mehr haltbar in der Wissen ein key asset von vernetzten Organisationen ist. Die Wissensgenerierung und dessen Teilung verlangt nach flexiblen Strategien für die berufliche Weiterbildung, in der das Lernen eine eingebettete und dauernde Teamtätigkeit ist, die arbeitsbasiert, vernetzt, informell, selbst steuernd und mit den Unternehmenszielen oder dem Kerngeschäft der Organisation ausgerichtet ist. Im Unternehmensbereich sind die Mitarbeiter das Sozialkapital des Geschäfts. Auch in den herkömmlichen Bildungseinrichtungen erfährt das Lehren und Lernen tiefgreifende Veränderungen. Die Methoden zur Wissensvermittlung werden ersetzt durch eine Mischungen von dezentralisierten, vernetzten und persönlichen Lernmethoden, die von den Schülern und Studenten verlangen aktive und produktive Lernende zu werden. Sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor scheint der Gebrauch von moderner Technologie ausschlaggebend für neue Wege des Lernens, der Wissensgenerierung und Teilung von Wissen zu sein.
Bezogen auf die oben erwähnten Veränderungen im Lernen, interessiert sich Wim Veen besonders für die Cyber-Kultur der Generation, die mit der modernen Technologie aufwächst. Er verwendet das Konzept von Homo Zappiens, einer Generation von Lernenden, die eine Welt ohne Internet nie gekannt hat. Diese Generation scheint eine Vielfalt von meta-kognitiven Kompetenzen zu entwickeln, die von traditionellen Lehrern und Managern wenig Beachtung finden. Es ist jetzt an der Zeit, von dieser Internet-Generation zu lernen, wie man den Vorteil von ICT nutzt, um das Lernen in einer vernetzten Gesellschaft zu ermöglichen.
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Prof. Dr. Gabi Reinmann Universität Augsburg |
| Prof. Dr. Rudi Studer Universität Karlsruhe Hans-Peter Schnurr Geschäftsführer ontoprise GmbH Karlsruhe Andreas Schmidt Forschungszentrum Informatik Karlsruhe |
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Rainer Schütterle Vizepräsident des Karlsruher SC |
Wissens- und Innovationsvorsprünge sowie ein effizienter Umgang mit Wissen sind heute die entscheidenden Wettbewerbsvorteile. Darüber hinaus ist die systematische Darstellung der unternehmensspezifischen Kernkompetenzen gegenüber Kunden und Kapitalgebern zu einem ausschlaggebenden Erfolgsfaktor geworden. Übliche Bilanzen und Controllinginstrumente reichen hierzu nicht aus, da das intellektuelle Kapital in ihnen meist unberücksichtigt bleibt. Die Wissensbilanz stellt eine Möglichkeit dar, diese immateriellen Ressourcen transparent zu machen und so die ‚weichen’ Erfolgsfaktoren zu bewerten und zu managen.
Die Wissensbilanz des Karlsruher Sport-Clubs stellt ein „Fitness-Check“ ganz besonderer Art dar. Als erster Profi-Fußballverein hat der KSC eine Wissensbilanz erstellt und zeigt wo seine Entwicklungspotenziale liegen. Sie offenbart die Stärken und legt die Schwächen offen – bietet somit die Chance, intensiv an letzteren zu arbeiten. Das Wissen um die Stärken wiederum erlaubt es, eine nachhaltig vertrauensvolle Beziehung zu Fans, Sponsoren und Spielern zu entwickeln, insbesondere im Wettbewerb mit finanzkräftigen Vereinen.
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Max Völkel Forschungszentrum Informatik Karlsruhe (FZI) |
Seit einigen Jahren hat sich der Begriff Persönliches Wissensmanagement (PWM) etabliert. Bisher war Wissensmanagement auf die Verbesserung des Umgangs mit Wissen aus Sicht von Organisationen und Teams fokussiert. Persönliches Wissensmanagement hilft dem Individuum – dem einzelnen Wissensarbeiter – eigenes Wissen zu externalisieren, zu organisieren und besser nutzbar zu machen. Werkzeuge für persönliches Wissensmanagement sind z.B. Mind Maps, persönliche Wikis, Taskmanagement-Software aber auch Methoden wie "Getting Things Done".
In diesem Vortrag wird zunächst das Thema persönliches Wissensmanagement im Unterschied zu klassischem Wissensmanagement vorgestellt. Dabei werden die Kosten für Wissensartikulation, -strukturierung und -verwendung betrachtet. Als wesentliche Faktoren des PWM werden Granularität und Formalitätsgrad des artikulierten Wissens identifiziert.
Als Lösung wird ein semantisches Wissensmodell, die Conceptual Data Structures (CDS) eingeführt. CDS bestehen erstens aus einem generischen Datenmodell mit vier Bausteinen: Inhalt, Name, Relationstyp und Aussage. Zweitens wird als Verallgemeinerung der Datenmodelle von Mind Maps, Wikis, Dokumenten und Ontologien eine Relationshierarchie vorgestellt, welche es dem Anwender ermöglicht auch in großen Wissensbasen den Überblick zu behalten und assoziativ zu navigieren.
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Eric Naß RWTH Aachen |
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Dr. Andreas Hauser Geschäftsführer der Ebcot Business Solutions GmbH |
Schnelligkeit sowie eine hohe Produktqualität sind wesentliche Erfolgsfaktoren zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Insbesondere wissensintensive Unternehmen stehen hier vor großen Herausforderungen, da das Unternehmenswissen schnell wächst, häufig in unstrukturierter Form vorliegt und in verschiedenen Anwendungen gespeichert wird.
Dies führt dazu, dass die Mitarbeiter zu viel Zeit mit Informationsrecherchen bzw. mit der Suche nach Wissen verbringen. Heutzutage wird bis zu 20% der Arbeitszeit für die Wissens- und Informationsrecherche verwandt und führt hierbei oftmals nicht zum gewünschten Ergebnis. Neben der Vergeudung wertvoller Arbeitszeit, werden viele Entscheidungen auf der Basis ungenügender Informationen getroffen. Aufgrund der immer kürzer werdenden Innovationszyklen wird sich dieser Trend zukünftig weiter verstärken, da die Menge unternehmensrelevanter, unstrukturierter Informationen dramatisch zunimmt.
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Arno Dirlewanger Kreativ- und Innovationstrainer |
Innovationsmanagement wird heute in Unternehmen im Allgemeinen als notwendig angesehen. Da Innovation auch etwas mit Unsicherheit und Risiko zu tun hat, wird beim Innovations-Management die Betonung auf "Management" gelegt: d.h., es geht vor allem darum, diese Anteile "beherrschbar" und "sicher" zu machen mit formalisierten Ablauf- und Entscheidungsprozessen wie z.B. dem stage gate process oder Ideendatenbanken.
Inzwischen zeigt sich allerdings, dass gerade die allseits beliebten Instrumente der Innovation nicht förderlich, ja zum Teil kontraproduktiv sind.
Wird beim Innovations-Management dagegen der erste Teil des Wortes - "Innovation" - betont, bieten sich ganz andere Instrumente an, die den Fokus eher auf das Ermöglichen und Fördern von Innovation legen als auf "Managen".
Mit welchen Methoden, Prinzipien und Einstellungen Innovationsmanagement in Unternehmen anders inszeniert werden kann, soll in diesem Vortrag gezeigt werden. Es wird aus über 20jähriger praktischer Erfahrung im Innovationsmanagement berichtet.
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Prof. Dr. Manfred Spitzer Universität Ulm |
Die Gehirnforschung hat in den letzten zwei Jahrzehnten deutliche Fortschritte gemacht. Die wichtigsten Konsequenzen für das Lernen werden in diesem Vortrag erklärt.
Das Gehirn ist nicht gebaut für das Lernen von Einzelheiten, sondern um die Regeln hinter den Einzelheiten zu lernen. Das gilt für das Laufen lernen des Babys ebenso wie für das Bruchrechnen oder das Versenden von SMS. Prof. Spitzer: "Das Gehirn lernt immer, aber nicht unbedingt das, was der Lehrer will ... Es liegt deshalb an uns, darauf zu achten, dass Kinder den richtigen Input bekommen." Falscher und höchst bedenklicher Input sind die Gewalttaten im Fernsehen. Mit 18 haben Jugendliche im Schnitt 200.000 Gewalttaten gesehen.
Während das Erlernen von Regeln auf Wiederholungen und Üben angewiesen ist, gehen emotionale Lernprozesse ganz schnell. Bei Gefahr programmiert der Mandelkern den Körper für Flucht oder Kampf. Das war für das Überleben im Verlauf der Evolution entscheidend, heute ist es eine Ursache für die zahlreichen Angststörungen.
Das Glückszentrum im Gehirn wird aktiv, wenn unvorhergesehener Weise Dinge passieren, die besser sind als erwartet. Das Gehirn ist deshalb nicht gebaut zum Glücklichsein. Prof. Spitzer: "Wir haben das Glückssystem zum Lernen. Weil wir lernende Wesen sind, deswegen sind wir auch glückliche Wesen."
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